
Spielbericht: RW Dünstekoven – 1. FC Godesberg 7:1 (4:1)![]()
Eigentlich war die Ausgangslage klar: RW Dünstekoven, seit Wochen ohne Sieg, defensiv alles andere als sattelfest, gegen einen formstarken 1. FC Godesberg mit Offensivpower. Die Rollen waren verteilt – zumindest auf dem Papier. Doch was dann folgte, hatte mit den üblichen Kreisliga-Gesetzen nur wenig zu tun.![]()
Dünstekoven legte los, als hätte man die letzten zwölf Spiele einfach aus dem Gedächtnis gestrichen. Bereits in der 4. Minute segelte ein langer Ball nach vorne, vom eigenen Innenverteidiger clever verlängert, und plötzlich stand Torsten Daunus frei durch. Mit der Ruhe eines Routiniers schob er den Ball überlegt in die rechte Ecke – 1:0. Ein Start nach Maß.![]()
In der 24. Minute folgte dann das Highlight des Tages: Niklas Pöppel nahm sich aus rund 16 Metern ein Herz und jagte den Ball in den Winkel. Ein Treffer, der selbst Größen wie Zlatan Ibrahimović ein anerkennendes Nicken entlockt hätte. Spätestens jetzt war klar: Heute geht was.![]()
Kurz vor der Pause stellte erneut Daunus auf 3:0, diesmal mit einem feinen Lupfer über den Keeper. Godesberg wirkte zunehmend genervt – und kam dennoch zum 3:1, als ein langer Ball einmal nicht verteidigt wurde und Tom Althaus verkürzte. Doch anstatt Unsicherheit kehrte bei Dünstekoven eher Trotz ein. Noch vor dem Halbzeitpfiff schnürte Daunus seinen Hattrick und stellte auf 4:1. Was ein Geburtstagsgeschenk an ihn selber. Torsten ist diese Woche nämlich 40. geworden. Andere bekommen Kuchen, er eben den Spielball.![]()
Die Partie kippte endgültig in Richtung Heimmannschaft, als Godesberg sich kurz vor und nach der Pause selbst dezimierte: erst Gelb-Rot für Aiman Ajmidar, dann flog auch noch der Trainer vom Platz. Direkt nach Wiederanpfiff sah Philipp Schäfer nach einem unnötigen Jubel nach Foulspiel ebenfalls Gelb-Rot – und damit war das Spiel praktisch entschieden.![]()
Dünstekoven nutzte die Überzahl eiskalt. David Neubauer-Fischer erhöhte per direkt verwandeltem Freistoß auf 5:1, halbhoch und unhaltbar. Beim 6:1 half der Gegner dann selbst kräftig mit: Nach einer scharfen Flanke von Nils Klatt bugsierte ein Verteidiger den Ball ins eigene Netz. Klatt technisch fast so sauber wie Luis Díaz gegen Union Berlin. Nur halt nicht so schnell. ![]()
Den Schlusspunkt setzte Denny Rempel, der nach einer Ecke den Abpraller per Kopf zum 7:1-Endstand verwertete.![]()
Am Ende stand ein Ergebnis, das vor dem Spiel wohl niemand ernsthaft erwartet hätte. Dünstekoven zeigte sich effizient, kämpferisch und überraschend abgeklärt, während Godesberg mit Disziplinproblemen und Frust zu kämpfen hatte. Für RW Dünstekoven war es nicht nur ein Befreiungsschlag, sondern auch der Beweis, dass selbst nach einer langen Durststrecke manchmal genau so ein Spiel reicht, um alles auf den Kopf zu stellen.















